Wunsch, Max - Stolpersteine in Lahnstein

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Wunsch, Max

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Max Wunsch (Details siehe Personenbogen)


Der Kaufmann Siegmund Levi und seine Frau Laura geb. Markus zogen am 04.03.1902 mit ihren Söhnen Julius (03.06.1900–22.12.1903) und Hans (*15.07.1901) nach Niederlahnstein und eröffneten in der Johannesstraße 5 ein Gemischt- und Kurzwarengeschäft. Wegen der allgemein schlechten Wirtschaftslage mussten sie ihren Laden 1930 aufgeben. In der Zwischenzeit waren ihnen drei weitere Kinder geboren worden: Emmy (*15.03.1903), Hilde (*09.11.1906) und Paul (*25.08.1910). Beide Jungen waren - wohl infolge eines Gendefekts - taubstumm. Siegmund Levi arbeitete bis zu seinem Tod 1928 bei den Didier-Werken. Seine Frau Laura litt an Diabetes und wurde bis zu ihrem Tod 1935 von ihren noch in Lahnstein wohnenden Kindern gepflegt.

Tochter Emmy heiratete am 16.05.1922 in Niederlahnstein Max Wunsch (geb. 08.02.1900 in Sandhausen, etwa 7 km südlich von Heidelberg).

Das junge Paar wohnte im Haus der Eltern in der Johannesstraße 5 und emigrierte 1933 nach Enschede in den Niederlanden.

Hans G. Kuhn, der Vorsitzende des Lahnsteiner Altertumsvereins 1880 e.V., schildert das Schicksal von Max Wunsch.

Max wurde 1943 im Israelitischen Krankenhaus in Apeldorn verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Als Todesdatum wird der 25.04.1943 genannt.

Emmy überlebte den Holocaust. Sie starb am 24.01.1988 in s`Gravenhage (ab 1990: Den Haag) in den Niederlanden.

Für Max Wunsch wurde am 31.08.2013 vor dem Haus Johannesstraße 5 ein Stolperstein verlegt.

Friedrich Felgenheier (in heller Jacke rechts), der Initiator der Stolperstein-Aktion bei der KF St. Barbara, spricht in bewegenden Worten über die Familie Levi.

 
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