Waldbach, Erich - Stolpersteine in Lahnstein

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Waldbach, Erich

Euthanasie-Opfer
 
 

Erich Waldbach

Erich, am 30.09.1917 in Gleiwitz/Oberschlesien als Erich Leschniowski geboren, wohnte mit seinen Eltern seit Mai 1939 in Oberlahnstein in der Martinsburg, Schlossstraße 1, wo sein Vater Philipp Zollbeamter war.

Der Amtsarzt bescheinigte am 21.01.1944, dass Erich „wegen Idiotie anstaltsbedürftig" sei, „da seine Pflege und Wartung zu Hause nicht übernommen werden kann."

Am 19.06.1944 kam er in die Heilerziehungsanstalt und Fürsorgeerziehungsheim Scheuern bei Nassau/Lahn.

Am 02.09.1944 wurde Erich nach Hadamar verlegt. Hier starb er am 03.11.1944. Auf dem Sterbeschein steht vermerkt: „Idiotie, Rippenfellentzündung, Erguss, Herzschwäche, eitrige Rippenfellentzündung."

Es ist davon auszugehen, dass Erich an unterlassener Hilfeleistung oder der Eingabe falscher Medikamente starb. Tragischer Weise verstarb seine Mutter Emilie 18 Tage vor ihrem Sohn. Vater Philipp war zu dieser Zeit als Soldat fern der Heimat. Er überlebte den Zweiten Weltkrieg und heiratete später erneut.

Für Erich Waldbach wurde am 15.04.2015 vor der Martinsburg ein Stolperstein verlegt.


Ferdi Müller, Vorsitzender der KF St. Barbara, begrüßt die Erschienenen.

Peter Auras singt und spielt ein passendes Lied.
(Hinter ihm die rolelnde Werkstatt von Gunter Demnig)

Beatrice Schnapke-Schmidt, Beigeordnete der Stadt Lahnstein, porträtiert Erich Waldbach.

Thomas Barth, Pfarrer an St. Martin, spricht das Schlussgebet.

 
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