Projekt Stolpersteine - Stolpersteine in Lahnstein

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Projekt Stolpersteine

Einführung

Es darf nie vergessen werden, zu welchen Grausamkeiten Menschen im 20. Jahrhundert fähig gewesen sind.

Diesem Zweck dienen die „Stolpersteine". Die Idee stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig.  

  • Zum einen muss man sich vor einem Mordopfer quasi verneigen, ihm sozusagen eine späte Ehre erweisen, wenn man seinen Namen auf dem Stein lesen will.


  • Zum anderen sollen die Steine insgesamt mit dazu beitragen, dass die heute Lebenden zu der Erkenntnis kommen: Dergleichen darf nie wieder geschehen! Und auch den geringsten Anzeichen eines erneuten Anfangs muss jeder entgegentreten!


  • Durch diese kleinen quadratischen Gedenktafeln aus Messing werden die Namen der Opfer zurück an die Orte ihres Lebens gebracht.


  • Für den Standort des Stolpersteins gilt die letzte freiwillige Wohnadresse des Opfers.


Das Projekt "Stolpersteine" ist nicht unumstritten. Es gibt - z.T. prominente - Mitmenschen, die der Meinung sind, mit den Stolpersteinen würden die Namen der Opfer - und damit diese selbst - mit Füßen getreten. Auch diese Position verdient Respekt.

Respekt verdient auch die Haltung derjenigen Hausbesitzer sowie von Verwandten der Opfer, die - aus welchen Gründen auch immer - diese Art der Ehrung ablehnen.


Auf Initiative der Kolpingfamilie St. Barbara wurden in den Jahren 2012 bis 2015 insgesamt 40 Stolpersteine in Lahnstein verlegt. Sie erinnern an:

  • 20 jüdische MitbürgerInnen

  • einen katholischen Mitbürger, der einem Juden half und

  • 19 sogenannte Euthanasieopfer.


Die erforderlichen umfangreichen Recherchen erledigte der Lahnsteiner Stadtarchivar Bernd Geil.

Sämtliche Steine wurden von Bürgerinnen und Bürgern und Vereinen gespendet und vom Bildhauer Gunter Demnig verlegt.


 
 
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