Laeger, Klara - Stolpersteine in Lahnstein

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Laeger, Klara

Juden
 
 


Klara Laeger geborene Löwenstein
(Details siehe Personenbogen)

Klara wurde am 21.03.1885 in Oberlahnstein als Tochter von Leopold (Löw) Löwenstein und seiner Frau Henriette geb. Rheinhold geboren.


Sie wohnte Brückenstraße 38.

Ihre Heirat mit dem Protestanten Walther Konrad August Karl Laeger im Jahr 1919  wurde bereits nach zwei Jahren geschieden.




Klara war bis 1935 Prokuristin bei der Firma Victoriabrunnen (siehe Foto).

Klara im Spätjahr 1930
bei ihrer Tochter in Köln

Büro-Belegschaft Viktoriabrunnen 1927


Im März 1939 musste sie – wie alle anderen verbliebenen Juden – in das „Judenhaus" Martinstraße 2 ziehen.

Im August 1941 erfolgte die Zwangsumsiedlung in den Tagschacht in  Friedrichssegen.

Von dort kam sie im Herbst 1941 zunächst ins Krankenhaus Kemperhof nach Koblenz und dann in das Jüdische Krankenhaus Köln-Ehrenfeld (Ottostraße Ecke Nußbaumer Straße). Dort starb sie am 25.11.1941 wegen „Kreislaufschwäche".

Möglicherweise hatten die Strapazen der erzwungenen Ortswechsel und die unhygienischen Zustände in Friedrichssegen zu ihrer Schwäche geführt. Wie Falschbeurkundungen jener Jahre vor allem für Euthanasieopfer belegen, kann die tatsächliche Todesursache aber auch unterlassene Hilfeleistung, Verabreichung falscher Medikamente oder Selbstmord gewesen sein.

Daher wurde - trotz aller Unklarheiten - auch für Klara Laeger am 12.02.2013 vor dem Haus Brückenstraße 38 ein Stolperstein verlegt.

Hans G. Kuhn, Vorsitzender des Lahnsteiner Altertumsvereins, porträtiert neben Klara Laeger auch Else Blumenthal und Clara Ahronsohn geb. Blumenthal.

Der Vater der Schwestern Else und Clara, Seligmann genannt Siegmund Blumenthal, hatte einen Teil seines Grundstücks für den Bau des Bodewig-Museums zur Verfügung gestellt. Die Stolpersteine für die Schwestern wurden daher vom Altertumsverein und dessen Vorsitzenden und seiner Frau finanziert.

 
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