Kaufmann, Gustav - Stolpersteine in Lahnstein

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Kaufmann, Gustav

Juden
 
 

Gustav Kaufmann

(Details siehe Personenbogen)


Gustav wurde als viertes von sieben Kindern des Metzgers und Viehhändlers Isaak Kaufmann und seiner Frau Minna geb. Abraham am 17.08.1875 in Osterspai geboren.

Seit 1903 betrieb er in Oberlahnstein in der Adolfstr. 89 eine Pferdehandlung mit Metzgerei.

Im September 1941 musste er ins „Judenhaus" Martinstraße 2 umziehen.

Wenige Wochen später wurde er in Friedrichssegen interniert.

Annonce im Lahnsteiner Tagesblatt
vom 07.09.1915

Von hier wurde er Ende August/Anfang September 1942 über Frankfurt nach Theresienstadt und am 15.05.1944 von dort nach Auschwitz deportiert.  

Gustav war mit Pauline Koch (*27.05.1876 in Dalheim bei Oppenheim) verheiratet. Sie starb am 10.08.1941 bei einem Besuch in Boppard. Beide unterstützten in den 1920-er Jahren die Armen in Form eines Mittagstisches für Erwerbslose und ließen alljährlich ein Kommunionkind mittelloser Eltern einkleiden.

Tochter Sophie Charlotte Johanna (Hanna), geboren am 12.03.1907 in Oberlahnstein, heiratete Charles Marcel Meyer, Besitzer des Hotels Continental in Koblenz. Das Ehepaar floh über Italien in die USA.  


Sohn Max Kaufmann, geb. am 11.01.1910 in Oberlahnstein, floh 1938 in die USA.


Außer Gustav wurden auch mehrere seiner Geschwister, Nichten und Neffen ermordet, darunter Schwägerin Helene geb. Brückheimer, und deren Tochter Sophie, für die 2012 Stolpersteine Im Plenter verlegt wurden.

Für Gustav Kaufmann wurde am 12.03.2013 vor dem Haus Adolfstraße 89 ein Stolperstein verlegt.

 
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