Hölzel, Karl - Stolpersteine in Lahnstein

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Hölzel, Karl

Euthanasie-Opfer
 
 

Karl Hölzel
Karl, geb. am 12.07.1913 als Sohn des Gärtners Karl Hölzel und seiner Frau Sophie in Niederlahnstein, lebte mit den Eltern in der Hungergasse.

Er war noch ledig, als er am 24.04.1936 in die Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern aufgenommen wurde, wo er bereits von 1926 bis 1930 in Behandlung gewesen war. Er litt an Epilepsie und schwerer Demenz.

Am 15.07.1936 wurde er in die Landes-Heil- und Erziehungsanstalt Hadamar überführt.

Dem Vater, seit 1936 Witwer, wurde 1938 mitgeteilt, dass sich der Sohn „in einem guten geistigen Zustand befindet, sich selbst beschäftigt und ein Besuch jederzeit möglich ist".

Am 28.08.1939 wurde Karl in die Anstalt Herborn überführt und am 28.01.1941 nach Hadamar zurückverlegt. Dort wurde er noch am gleichen Tag vergast.

Um dies zu verschleiern, wurde die Patientenakte nach Hartheim/Oberdonau gesendet und dort der Tod am 10.02.1941 beurkundet.

Für Karl Hölzel wurde am 22.08.2014 vor dem Anwesen Hungergasse 6 ein Stolperstein verlegt.


Ferdi Müller, Vorsitzender der Kolpingfamilie St. Barbara, poträtiert Karl Hölzel

Vorn rechts:
Der Initiator der Lahnsteiner Aktion Stolperstein:

Friedrich Felgenheier, Mitglied der Kolpingfamilie und des Lahnsteiner Altertumsvereins

 
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