Gassen, Dr. Ernst - Stolpersteine in Lahnstein

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Gassen, Dr. Ernst

Euthanasie-Opfer
 
 

Dr. Ernst Gassen

Emil wurde am 09.06.1896 in Oberlahnstein als Sohn des Schuhmachers August Gassen und seiner Frau Helena geb. Gerhard geboren.

Ab 1924 war er in der Hochstraße 39 gemeldet, von 1926 bis 01.02.1938 in Merseburg, dann wieder Hochstraße 39. Hier führt sein Bruder August Wilhelm ein Schuhgeschäft, das ab 1951 von dessen Witwe fortgeführt wurde.

Am 22.02.1938 meldete sich Dr. Ernst Emil Gassen nach Bad Homburg ab. Auf der Meldekarte ist als erster Vorname ‚Ernst‘ und als Beruf ‚praktizierender Arzt‘ angegeben; Familienstand ‚ledig‘; Religion ‚gottgläubig‘.

Nach Mitteilung der Gedenkstätte Hadamar wurde Dr. Ernst Emil Gassen am 20.06.1939 in die Zwischenanstalt Weilmünster aufgenommen, nachdem er vorher in der Nervenklinik Frankfurt Patient gewesen war.

Am 27.02.1941 wurde er nach Hadamar verlegt und dort gleich am ersten Tag im Rahmen der T4-Aktion vergast. Um dies zu vertuschen, wurde die Krankenakte nach Hartheim/Oberdonau gesandt, von wo am 10.03.1941 der Tod gemeldet wurde.

Viele Lahnsteiner erinnern sich an Dr. Ernst August Gassen, Jahrgang 1922, der ab 1966 als Orthopäde in Oberlahnstein ansässig war (heute Praxis Kremer-König). Er war der Neffe des Opfers, der Sohn von Ernst Emils Bruders August Wilhelm und seiner Frau Gertrud.


Für Dr. Emil Gassen wurde am 15. April 2015 ein Stolperstein auf dem Salhofplatz verlegt.

Ferdi Müller, Vorsitzender der KF St. Barbara,
begrüßt die Erschienenen.

 

Als Vertreterin der Stadt Lahnstein spricht
die Beigeordnete Beatrice Schnapke-Schmidt

Peter Auras gibt der Veranstaltung
mit Spiel und Gesang einen würdigen Rahmen.

Thomas Barth, Pfarrer an St. Martin,
spricht das Schlussgebet.



Elmar Ries, Vertreter der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz, spricht ein jüdisches Gebet.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü