Enkirch, Anna Maria - Stolpersteine in Lahnstein

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Enkirch, Anna Maria

Euthanasie-Opfer
 
 

Anna Maria Enkirch

Anna Maria wurde am 18. November 1885 in Oberlahnstein als Tochter des Eisenbahnarbeiters Hermann Enkirch und dessen Frau Agnes geb. Born in der Hintermauergasse geboren. Die Familie lebte ab 1890 in der Langwiesergasse 7.

Anna Maria war die älteste von fünf Geschwistern, wovon eine Schwester als Baby starb, ein Bruder mit 20 Jahren im Rhein ertrank, ein Schwager 1914 tödlich verunglückte und ein Bruder 1926 an seinen Verwundungen aus dem Ersten Weltkrieg erlag. Ihre Mutter starb 1917, der Vater 1931.

Aufgrund der vielen tragischen Vorfälle in der Familie litt Anna Maria zunehmend an Depressionen.

Am 1. Mai 1938 wurde sie in die Landesheilanstalt Eichberg bei Hattenheim/Rheingau eingewiesen.

Am 3. April 1941 erfolgte die Verlegung nach Hadamar. Nachweislich wurden hier alle Patienten am Tag ihrer Einlieferung in den Gaskammern ermordet (Aktion „T4"), auch wenn der Tod von gleicher Anstalt erst für den 14. April 1941 beurkundet wurde.

Für Anna Maria Enkirch wurde am 22.08.2014 ein Stolperstein vor dem Anwesen Langwiesergasse 7 verlegt.

Eine junge Angehörige der Familie
porträtiert Anna Maria Enkirch.

Thomas Barth, Pfarrer an St. Martin,
spricht das Schlussgebet.

 
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