Dehe, Agnes - Stolpersteine in Lahnstein

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Dehe, Agnes

Euthanasie-Opfer
 
 

Agnes Dehe

Agnes wurde am 21.12.1898 in Niederlahnstein als eines von sechs Kindern des Landwirts Johann Georg Dehe und seine Frau Katharina geb. Fischer in der Malmedyer Str. 22. (heute Kölner Straße 27) geboren.

Nach dem Tod der Mutter führte Agnes dem Vater den Haushalt.

Nach einem Nervenzusammenbruch kam sie ins Niederlahnsteiner Josefskrankenhaus und wurde von dort „wegen Psychose" am 20.10.1942 in die Landsheilanstalt Eichberg überwiesen.

Als sich der Vaters im November 1942 nach dem Befinden seiner Tochter erkundigte, schrieb ihm die Anstaltsleitung, man habe mit der Malariafieberkur begonnen, eine Veränderung sei aber noch nicht eingetreten.

Daraufhin bat der Vater um eine Überweisung in die Klinik nach Bad Ems, da diese für ihn näher liege. Doch die Leitung antwortete, dass eine Verlegung von Anstaltskranken während des Krieges „auf höhere Anordnung verboten" sei.

Dennoch wurde Agnes am 19.04.1943 nach Hadamar verlegt.

Wie es in der Mitteilung aus Eichberg an den Vater heißt, geschah dies „aus Platzmangel in hiesiger Anstalt".

Bereits für den 04.05.1943 um 13.30 Uhr – also zwei Wochen nach Ankunft in Hadamar – wurde ihr Tod beurkundet. Eine Grippe der an Paralyse erkrankten Patientin habe zu ihrem Tod geführt.

Ihr Bruder Peter holt ihre Kleider in Hadamar ab.  


Für Agnes Dehe wurde am 15. April 2015 ein Stolperstein auf dem Salhofplatz verlegt.

Ferdi Müller, Vorsitzender der KF St. Barbara,
begrüßt die Erschienenen.

 

Als Vertreterin der Stadt Lahnstein spricht
die Beigeordnete Beatrice Schnapke-Schmidt

Peter Auras gibt der Veranstaltung
mit Spiel und Gesang einen würdigen Rahmen.

Thomas Barth, Pfarrer an St. Martin,
spricht das Schlussgebet.





Elmar Ries, Vertreter der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz, spricht ein jüdisches Gebet.

 
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