Briel, Barbara - Stolpersteine in Lahnstein

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Briel, Barbara

Euthanasie-Opfer
 
 

Barbara Briel geborene Lenz

Barbara wurde am 28.03.1873 als Tochter von Martin Lenz und Gertrud Fischer in der Oberlahnsteiner Forstmühle geboren.

1898 heiratete sie Gustav Briel, Oberbahnassistent in Eltville. Aus der Ehe ging ein Kind hervor.

Das Ehepaar wohnte zunächst in Oberlahnstein, Adolfstraße 36, und zog 1912 für ein Jahr nach Niederlahnstein, Bahnhofstraße 43. Am 05.03.1913 kehrten sie wieder nach Oberlahnstein zurück in die Bahnhofstraße 2 (heute Bgm.-Müller-Straße 2).


Bei dem Gebäude dürfte es sich um den 1944 zerstörten Personenbahnhof gehandelt haben, in dem der Ehemann eine Dienstwohnung hatte.

Ab 06.09.1914 befand sich Barbara wegen angeblicher Geisteskrankheit in der Landesheilanstalt Eichberg. Aus den Akten geht hervor, dass sie  für die Direktorin Handarbeiten anfertigte.

Nach drei Jahren zog Gustav Briel ohne seine kranke Ehefrau nach Eltville, setzte 1922 die Scheidung durch und heiratete erneut.

1928 wurde Barbara in die Heilanstalt Katzenelnbogen und 1936 in die Anstalt nach Nastätten verlegt, von wo sie 1938 in die Landes-Heilanstalt Eichberg und schließlich am 21.02.1941 in die Landes-Heil und Erziehungsanstalt Hadamar verlegt.

Sie wurde gleich am Aufnahmetag vergast. Um dies zu verschleiern, wurde die Patientenakte nach Hartheim/Oberdonau gesandt, wo am 13.03.1941 der Tod beurkundet wurde.

Stadtarchivar Bernd Geil porträtiert Barbara Briel

Für Barbara Briel wurde am 20.10.2015 vor dem Bahnhof Oberlahnstein ein Stolperstein verlegt.

 
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