Baer, Max - Stolpersteine in Lahnstein

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Baer, Max

Juden
 
 

Max Baer (Details siehe Personenbogen)

Max wurde am 02.12.1885 in Oberlahnstein als Kind des Pferdehändlers Simon Bär (sic!) und dessen Frau Caroline geb. Rheinhold geboren, damals wohnhaft Mittelstraße 12.

Max diente seinem Vaterland als Soldat im 1. Weltkrieg. Sehr schnell wurde er zum Gefreiten befördert und erhielt das Eiserne Kreuz.

Drei Jahre später, im vorletzten Kriegsjahr, wurde der Sanitätsunteroffizier Max Baer auf dem Tauschverfahren nach zweijähriger französischer Kriegsgefangenschaft in die Heimat entlassen.

1934 zog er von der Mittelstr. 12 nach Koblenz-Lützel, wo er im Wiesenweg 7 seine Firma „Eisen, Metalle und Rohprodukte" leitete.

Im selben Jahr heiratete er in Euskirchen Martha Wallach, geboren am 30.09.1893 (1890?) in Euskirchen.


Max Baer wurde im September 1933 wegen angeblicher betrügerischer Buchhaltung zu einem Jahr Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Seine  Firma konnte er mit Hilfe seines Lahnsteiner Bruders Emil noch bis 1936 weiterbestehen, aber dann verlor er doch seine Besitzrechte.


Am 01.09.1934 meldete sich das Ehepaar von Oberlahnstein nach Koblenz in die Straßburgerstr. 7 ab.

Am 28.08.1939 mussten sie in das „Judenhaus" Hohenzollernstr. 146 umziehen.

Am 22.03.1942 wurden sie „von Amtswegen unbekannt abgemeldet", d.h. deportiert und zwar ins Ghetto Izbica und von dort ins Vernichtungslager in Sobibor, wo beide ermordet wurden. Als Todesdatum wird der 22.03.1942 genannt.

Für Max Baer wurde am 13.03.2013 vor dem Anwesen Mittelstraße 12 ein Stolperstein verlegt.

Die Verlegung des Stolpersteins durch Gunter Demnig erfolgte unter großer Anteilnahme der Bevölkerung,
u.a. auch Oberbürgermeister Peter Labonte.
Ferdi Müller, der Vorsitzende der KF St.Barbara, porträtierte die drei Geschwister Baer.


 
 
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