Baer, Emil + Johanna - Stolpersteine in Lahnstein

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Baer, Emil + Johanna

Juden

Emil und Johanna Baer


(Details siehe Personenbögen Johanna und Emil)

Emil wurde am 12.04.1876 in Oberlahnstein als Sohn des Pferdehändlers Simon Bär (sic!) und dessen Frau Caroline geb. Rheinhold geboren.

1903 heiratete er Johanna Marx (geboren am 06.07.1873 in Maar bei Trier).

Emil hatte zehn Geschwister: Hermann und Paula starben als Säuglinge, zwei weitere kamen tot zur Welt, die Geschwister Barbetha, Max, Minna, Flora (verh. Heymann in Frankfurt) und Helene (verh. Wolff in Köln) wurden ebenfalls von den Nazis ermordet; lediglich sein Bruder Rudolf starb 1941 als  Erwachsener eines natürlichen Todes.

Das Ehepaar Baer und ihre beiden Kinder Paul und Änne wohnten in der „Villa Baer" in der Ostallee 11 neben dem Krankenhaus. Bis zuletzt war er Vorsteher der jüdischen Kultusgemeinde Oberlahnstein (zuvor seit 1918 Stellvertreter).

Im Februar 1939 mussten Emil und Johanna in das „Judenhaus" Martinstraße 2 (das frühere Bürohaus der Firma Baer!) umziehen.

Von dort wurden beide mit Emils Schwester Minna 1941 nach Friedrichssegen umquartiert, später deportiert und ermordet.

Während Emil in Sachsenhausen angeblich durch Freitod am 16.10.1941 starb, wurde Johanna am 01.09.1942 nach Theresienstadt und von dort am 29.09.1942 nach Treblinka deportiert.

Dipl. Volkswirt Dr. rer. pol. Paul Simon Baer (02.10.1904 in Oberlahnstein - 29.03.1972 in Sidney/Australien), wie sein Vater ein erfolgreicher Kaufmann, flüchtete rechtzeitig über England nach Australien. Zu seinem Sohn Stephen (geb. 17.09.1943) und dessen Sohn Michael Edward  (geb. 17.09.1971) in Sidney Australien bestehen von Lahnstein aus rege Kontakte.

Änne (17.03.1907 - 20.05.1985) war mit dem Koblenzer Maler Willy Adler (28.02.1900 - 25.04.1979) verheiratet; sie emigrierten rechtzeitig in die USA. Sie lebten in Milwaukee, Wisconsin, wo beide auch verstarben.

Für das Ehepaar Baer wurden vor dem Anwesen Ostallee 11 am 07.07.2012 Solpersteine verlegt.

Hier Näheres zu Emil Baer, zu Johanna Baer, zur Familie Baer und zum Geschäftsmann Emil Baer .

Ferdi Müller, Vorsitzender der KF St. Barbara,
begrüßt die zur Verlegung Erschienen.

Stadtarchivar Bernd Geil porträtiert das Ehepaar Baer.

Gespräche im Anschluss an die Verlegung.
Im Hintergrund die 'Villa Baer'.

 
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